
Kronen Zeitung
FABIO INGOLITSCH
Das plant Sturms neuer Trainer mit dem Meister
Der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Mit Fabio Ingolitsch präsentierte Sturm bekanntlich einen neuen Trainer. Nun sprach der 33-Jährige über seine Ziele und Visionen sowie Vergleiche mit Ex-Coach Christian Ilzer. Dazu erklärt Sportchef Michael Parensen, warum die Wahl auf den Salzburger fiel.
Neo-Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch sprach bei seinem offiziellen Dienstantritt über...
Die neue Aufgabe: Es ist ein Riesenprivileg. Sturm ist ein Großklub in Österreich, hat Tradition, Wucht, geile Fans und eine tolle Stadt. Es ist alles angerichtet, hier eine schöne Zeit zu haben.
Druck: Ich bin mir der großen Verantwortung bewusst. Sturm hat eine mutige Entscheidung getroffen, weil ich kein renommierter Trainer bin. Aber ich werde versuchen, meine Arbeit, die hart und ehrlich sein soll, auf die Mannschaft zu übertragen. Mein Alter ist dabei kein Thema für mich. Ich bin froh, dass ich noch jung bin und ich weiß genau, was ich will. Mir ist nie etwas geschenkt worden. Ich habe keine Profikarriere gehabt, bin nicht der Sohn von ... oder habe je von Vitamin B gelebt. Alles basiert auf harter Arbeit, die mich dorthin gebracht hat, wo ich heute bin.
GEBOREN: 10.04.1992 in Schwarzach im Pongau.
FAMILIENSTAND: verheiratet, 1 Sohn.
AUSBILDUNG: Lehramtsstudium für Geographie und Psychologie/Philosophie.
BISHERIGE STATIONEN ALS TRAINER: Altach, FC Zürich U21, Liefering, Salzburg Youth League, Akademie Salzburg U18, Liefering Co-Trainer, Bischofshofen Jugend.
Prägende Figuren: In meiner Anfangszeit war das sicher Gerhard Struber, später dann Bo Svensson. Ich bin dankbar für die Zeit, aber bin auch froh, dass ich aus dieser Bubble raus bin, meinen eigenen Weg gehe.
Ziele: Wir wissen, dass die Ansprüche nach den erfolgreichen Jahren hoch sind. Aber ich möchte nicht jetzt schon große Töne spucken. Ich habe noch nicht einmal richtig begonnen. Allerdings müssen wir unsere Ziele klar definieren – und die müssen hoch gesteckt sein.
Vergleiche zu Christian Ilzer: Ich habe im Zuge meiner Trainer-Ausbildung bei ihm hospitiert, habe ihn und Ex-Sportchef Andi Schicker besser kennengelernt. Wir waren über die Jahre regelmäßig im Austausch. Sie haben mir auch zum neuen Job gratuliert. Aber Vergleiche sind immer schwierig.
Die Zusammenarbeit mit Sportchef Parensen: Unsere Vorgänger Christian Ilzer und Andreas Schicker können schon ein Vorbild sein. Mir ist klar, dass das keine One-Man-Show ist, dass es nur im Team geht. Und ich bin ein Teamplayer.
Michael Parensen, Geschäftsführer Sport nach seiner ersten Trainerbestellung über...
Die „österreichische Lösung“: Fabio Ingolitsch stand als einer der spannendsten Trainer Österreichs auf der Shortlist unseres Schattenkaders. Er ist kommunikativ, besitzt eine positive Ausstrahlung und er bringt eine klare Spielidee mit, die zur Idee des SK Sturm passt. Es war entscheidend, dass er Adaptierungen vornehmen kann, auf die Art, wie sich der Fußball in unserer Liga entwickelt hat. Er war unser Wunschkandidat, aber wir mussten uns auch mit anderen Kandidaten beschäftigen, falls es nicht funktioniert hätte. Eine österreichische Lösung wurde es, weil wir nicht viel Zeit haben, bis es wieder losgeht. Wir brauchen jemanden, der die Liga kennt und der sich mit Sturm beschäftigt hat.
„Trainertyp Ilzer 2.0“: Einen Vergleich mit Ilzer möchte ich nicht anstellen, aber das war jenes Profil, das wir aufgelegt haben, als es klar war, dass wir einen neuen Trainer bestellen möchten. Es geht darum, die Intensität wieder stärker zum Ausdruck zu bringen und Begeisterung im eigenen Stadion zu erzeugen. Da beide Ideen vom Fußball gut zueinanderpassen, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen.
Mehr Druck beim Meister als in Altach: Ich glaube, dass Ingolitsch mutig ist, dass er vor großen Aufgaben nicht zurückschreckt und sich nicht von äußeren Gegebenheiten bei seinem Vorhaben beeinflussen lässt.
Verstärkungen: Wie beim Trainerteam (Anm: dem neben Günther Neukirchner ein Ingolitsch-Vertrauter angehören soll) ist es möglich, dass im Kader nach Gazibegovic und Mamageishvili noch etwas passieren wird. Wir werden mit dem neuen Cheftrainer erörtern, wo man noch Adaptierungen vornehmen kann, im System, in der Spielidee oder im Ballbesitz – vielleicht hilft uns da ein anderer Spielertyp. Vielleicht bleibt aber alles, wie es ist – alle Möglichkeiten sind offen.“
Lerneffekt nach turbulenten Tagen: Es ist normal, dass es turbulent wird, wenn man sich von einem Cheftrainer trennt. Aber wenn es zu einer guten Lösung führt, ist das nicht schlimm. Wir werden das reflektieren und die Erfahrungen werden uns in Zukunft helfen. Dass es da auch Kritik gibt, damit muss man leben, wenn man in der Öffentlichkeit steht.
Erste Zielsetzung: Ich hoffe, dass wir einen positiven Neustart gefunden haben, der sich auf die Gesamtstimmung überträgt.
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Bild: APA/ERWIN SCHERIAU
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