
Kronen Zeitung
NUR 1:1 BEI ALTACH
Spätes Gegentor! SK Rapid muss weiterhin zittern
Lange sah es so aus, als hätte der SK Rapid das Ticket zur Meistergruppe gelöst, am Ende kassierten die Hütteldorfer in Altach doch noch das 1:1 und müssen somit weiterhin um den Verbleib in den Top-6 der österreichischen Bundesliga zittern.
Rapid hat die Teilnahme an der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga vor der letzten Runde des Grunddurchganges noch nicht in der Tasche. Die Wiener kamen beim SCR Altach über ein 1:1 nicht hinaus, hielten damit aber zumindest den sechsten Rang mit einem Vorsprung von einem Punkt auf die siebentplatzierten Vorarlberger. Nach dem ersten Rapid-Treffer des 34-jährigen Winter-Zugangs Andreas Weimann gelang Yann Massombo (86.) spät noch der leistungsgerechte Ausgleich.
Im Nacken sitzen Rapid (30) auch noch der Achte SV Ried und Neunte WSG Tirol (je 28). Die Wiener haben am kommenden Sonntag (17 Uhr) Tabellenführer Salzburg zu Gast, Altach gastiert bei Sturm Graz, Ried spielt zu Hause gegen die Wiener Austria und die Tiroler empfangen den GAK. Rapid beendete die Partie nach einer Roten Karte für Jakob Schöller (90.) in Unterzahl. Die mitgereisten Hunderten Rapid-Anhänger hatten aufgrund der zuletzt wenig ansprechenden Vorstellungen größtenteils für einen Stimmungsboykott gesorgt.
Torschützen Seidl, Nunoo in Startelf
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup nahm im Vergleich zum Heim-2:0 gegen den WAC zwei Änderungen vor. Die Goldtorschützen Matthias Seidl und Daniel Nunoo durften sich von Beginn an versuchen, Lukas Grgic saß auf der Bank, Stürmer Ercan Kara war aufgrund einer Sperre nicht einsatzberechtigt. Altach-Coach Ognjen Zaric schickte jene Startelf auf den Platz, die zuletzt für einen 2:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria gesorgt hatte.
Nach einem Ehrenanstoß durch Snowboard-Cross-Olympiasieger Alessandro Hämmerle waren beide Teams vor allem darauf bedacht, kein großes Risiko einzugehen, wobei die Gäste bei einem Kopfball von Weimann erstmals gefährlich wurden (14.). Kurz darauf schaute sich Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca einen Ringkampf von Tormann Dejan Stojanovic auf der Linie mit Nikolaus Wurmbrand an, blieb aber bei seiner Entscheidung, keinen Elfmeter für Altach zu verhängen.
Sonst waren die Wiener neuerlich an Harmlosigkeit nicht zu überbieten, die Vorarlberger waren näher an der Führung dran. Ein Kopfball von Srdjan Hrstic fiel zu zentral aus (24.), Weitschüsse des Ex-Rapidlers Patrick Greil verfehlten das Tor (24., 45.). Gleich nach Wiederbeginn leitete ein Stellungsfehler des Ex-Rapidlers Moritz Oswald die Rapid-Führung ein. Nunoo scheiterte zwar zuerst noch an Stojanovic, gab danach aber von der Grundlinie aus zur Mitte, wo Weimann aus kurzer Distanz vollendete. Es könnte auch Benedikt Zech bei der versuchten Klärungsaktion als letzter Spieler am Ball gewesen sein, der Treffer wurde aber dem ehemaligen England-Legionär zugesprochen.
Massombo erlöste Altacher
Danach mussten die Altacher ihre Offensivbemühungen verstärken, es ergaben sich aber lange Zeit keine Topchancen und auf der anderen Seite mehr Räume für Rapid. Die beste Chance auf das 0:2 ließ Bendeguz Bolla aus, der Ungar verfehlte das Tor (80.). Das rächte sich noch. Der eingewechselte Sandro Ingolitsch bediente mit einer Flanke den in der Mitte von der Rapid-Abwehr vernachlässigten Massombo, der Niklas Hedl mit einem Kopfball keine Chance ließ.
Da danach auch noch Schöller nach einem Torraubfoul an Precious Benjamin knapp außerhalb des Strafraums ausgeschlossen wurde, mussten die Wiener noch mehr zittern. Hedl hielt den Punkt bei einem Ingolitsch-Volleyschuss fest (94.). Aus dem zweiten Sieg in Folge wurde es aber nichts. Ein schwacher Trost war, dass Rapid im neunten direkten Duell in Folge mit Altach ungeschlagen blieb. Wie beim Hinspiel-0:0 gab es eine Punkteteilung. Dadurch überstanden die Vorarlberger auch die vierte Ligapartie unter Zaric ohne Niederlage.
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